Damit die Wahl bei der BU Versicherung nicht zum Glücksspiel wird

Die BU Versicherung soll den Einkommensverlust ausgleichen, wenn aufgrund Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu mind. 50 Prozent nicht mehr nachgegangen werden kann. Die Wahl des Anbieters sollte dabei kein Glücksspiel sein.

Die Frankfurter Rundschau berichtet in ihrer Ausgabe vom 4. Juni 2014 in dem Artikel „Versichert, aber nicht abgesichert“ über das Problem  einer mangelhaften Absicherung gegen Berufsunfähigkeit. Das betrifft zum Einen die nicht ausreichende Höhe der versicherten Rente, aber auch die Wahl des falschen Anbieters. Worauf ist zu achten?

Die Versicherungsbedingungen

Das Bedingungswerk der Versicherung dient dem Versicherten als einzig einklagbares Leistungsversprechen. Deshalb sollten Verbraucher dem Kleingedruckten besonderes Augenmerk widmen. Die Versicherer unterliegen in ihrer Gestaltung der Bedingungen weitgehender Freiheit. Dies betrifft z.B. die Definition der Berufsunfähigkeit, die Verweisbarkeit in einen anderen Beruf, die Umorganisation des Arbeitsplatzes oder der Befolgung ärztlicher Anordnungen nach dem Versicherungsfall. Doch wie erkenne ich als Laie die Inhalte und Unterschiede?

Was taugen Finanztest und andere Produktsiegel?

Lesen Sie hier, was der Versicherungsexperte Claus-Dieter Gorr vom PremiumCircle dazu sagt, und wie wenig ein Siegel von der Stiftung Warentest oder anderer Ratingagenturen an Aussagekraft hat. Versichert, aber nicht abgesichert

Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

Wenn man sich anhand der Versicherungsbedingungen nun für einen Anbieter entschieden hat, ist die Antragstellung der nächste Schritt. Hier ist es zwingend erforderlich, alle Fragen zum Beruf und zum Gesundheitszustand umfassend und wahrheitsgemäß zu beantworten. Auf keinen Fall sollten Behandlungen, Beschwerden oder Untersuchungen im abgefragten Zeitraum verschwiegen werden. Denn sonst kann der Versicherer sich auf die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht § 19 VVG berufen und die Leistungen verwehren. Dies ist der häufigste Ablehnungsgrund, und führt deshalb zu dem schlechten Ruf der Versicherungsbranche, „sie würden ja sowieso nicht zahlen, wenn es drauf ankommt.“ Dazu gibt es auch folgenden WISO-Tipp.

Wie hoch sollte die versicherte Rente sein?

Die Rentenhöhe hängt davon ab, wie hoch Ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einem berufsständischen Versorgungswerk oder einer betrieblichen Versorgungseinrichtung sind. Diese Leistungen plus die Leistungen aus einer privaten BU Versicherung sollten Ihr heutiges Nettoeinkommen ergeben. Beachten Sie aber auch, dass auf Rentenleistungen Steuern zu zahlen sind.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist der Rat eines Fachmannes unverzichtbar. → Kontakt.

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