Die neue Zahnzusatzversicherung des Münchener Verein

Zahnzusatzversicherungen sind beliebt und werden oft nachgefragt. Das wissen auch Versicherer und bringen regelmäßig neue Policen an den Markt. Welche Unterschiede gibt es?

Zunächst die Beitragskalkulation:

Kranken (-zusatz) versicherungen werden normalerweise nach Art der Lebensversicherung kalkuliert (Paragraph 146 VAG) . Das bedeutet, das in dem Vertrag Altersrückstellungen gebildet werden, damit diese im Alter auf dem gleichen Niveau wie beim Abschluss liegen, abgesehen von den bedingungsgemäßen Beitragsanpassungen. (Paragraph 155 VAG). Dies macht die Zusatzversicherung recht teuer. Mittlerweile sind eine Vielzahl von Versicherern dazu übergegangen, die Zahnzusatzversicherung nach Art der Schadenversicherung zu kalkulieren. Das heißt, hier werden keinerlei Rücklagen für das Alter gebildet, und jedes Versicherungsjahr wird einem neuen Eintrittsjahr des Versicherungsnehmers berechnet. Vorteil: Geringere Versicherungsprämien zu Beginn, Nachteil: jedes Jahr eine etwas höhere Prämie, die im Alter über der Prämie mit Altersrückstellungen liegt.

Was ist versichert?

Man muss in der Zahnzusatzversicherung zwischen:

  • Zahnbehandlung und
  • Zahnersatz

unterscheiden. Näheres dazu im unteren Teil.

Wie hoch wird erstattet:

Versicherer erstatten die entstandenen Kosten recht unterschiedlich. Das fängt schon an mit den Definitionen. Da wird mit Prozentsätzen gearbeitet, mit Höchstbeträgen, aber auch mit Zahnstaffeln. Besonders spannend wird es, wenn noch Vorleistungen der GKV in Abzug gebracht werden, auch wenn nur hypothetisch erbracht. Denn in der Tat gibt es Aussagen, die eine GKV-Leistung pauschal ansetzen, auch wenn diese gar nicht entstanden ist. Oder andererseits werden Leistungen verwehrt, wenn die GKV-Leistungen erbracht hat. Das alles ist extrem verwirrend und der Teufel steckt hier im Detail.

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Was hat nun der Münchener Verein neues zu bieten?

Der Münchener Verein, bisher eher im Bereich Pflegezusatzversicherungen sehr aktiv, hat nun seine Produktpalette um eine neue Zahnzusatzversicherung „Deutsche Zahnversicherung“ erweitert. Was positiv auffällt, ist die Möglichkeit, den Versicherungsschutz modular aufzubauen. Das geht über die Bausteine:

  • Zahnbehandlung (für Füllungen, Wurzel- und Paradontosebehandlungen, Aufbiss- und Knirschelschienen, Kieferorthopädie bis zum 21.Lebensjahr)
  • Zahnersatz (Zuschuss zur kassenärztlichen Regelversorgung)
  • Zahnersatz (privatärztliche Leistungen für Brücken, Kronen und Implantate)
  • Prophylaxe (Zahnreinigung und Prothesenreinigung)

Positiv hervorzuheben ist, dass auf Wartzeiten verzichtet wird, auf eine Gesundheitsprüfung, und dass ein Abschluss bis zum 95. Lebensjahr (!) möglich ist. Der Münchener Verein als echter Generationen-Versicherer.

Negativ erscheint mir die zu Beginn etwas niedrig angesetzte Zahnstaffel, sprich die Begrenzung der Leistungen in den ersten 4 Versicherungsjahren. Ab dem 5. Versicherungsjahr entfällt diese jedoch.

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