Wer braucht welche Versicherung?

Welche Versicherung ist unverzichtbar, welche sinnvoll und welche kann man sich sparen? Diese Frage wird sich wohl so mancher gestellt haben. Die Antwort hängt stark von der individuellen persönlichen Situation ab. Nämlich ob man:

  • alleinstehend ist,
  • Familie mit oder ohne Kinder hat,
  • angestellt, in Ausbildung, verbeamtet oder selbständig ist,
  • jung oder alt,
  • Mieter oder Eigentümer ist,
  • und vom verfügbaren Einkommen.

Hier eine Empfehlungsübersicht:

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Quelle: Vergleich.de

Die wichtigsten Versicherungen:

Die Privathaftpflichtversicherung, als auch die Krankenversicherung/Pflegeversicherung (gesetzlich oder privat) gelten als unverzichtbar. In Deutschland besteht sogar eine Pflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung. Schließlich wird im Paragraph 823 BGB der Schadenersatz geregelt, für welchen die Haftpflichtversicherung gemäß der Versicherungsbedingungen Ersatz leistet. Ohne diesen Schutz steht die wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel.

Die wirtschaftliche Existenz ist auch bedroht durch Krankheit, Unfall oder Kräfterverfall. Hier schützt die Berufsunfähigkeitsversicherung sowohl den Angestellten, Selbständigen, Auszubildenden und Studenten. Denn ohne Einkommen, oder nur mit dem unzureichenden gesetzlichen Schutz, ist ein Überleben schwer denkbar. Auch Beamte sollten sich mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung absichern, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wenn Kinder im Haushalt sind oder man einen Partner zu versorgen hat, empfielt sich der Abschlus einer Hinterbliebenenvorsorge mittels einer Risikolebensversicherung. Schließlich sind auch hier die gesetzlichen Ansprüche nicht ausreichend.

Wohneigentümer sollten ihr Eigenheim ausreichend versichern, schließlich kann man ein Haus selten noch ein zweites Mal komplett aus dem laufenden Einkommen finanzieren.

Die weniger wichtigen Versicherungen:

Obwohl sehr beliebt, zählt die Hausratversicherung zu den weniger wichtigen Policen. Schließlich sind die zu versichernden Werte oft gar nicht so hoch, als dass sie nicht noch einmal gekauft werden könnten. Die maximale Schadenhöhe ist also begrenzt.

Auch die Unfallversicherung zählt hierzu, vorausgesetzt man besitzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung in ausreichender Höhe. Sollte dies nicht so sein, steigt diese Absicherung in ihrer Priorität.

Die Rechtsschutzversicherung ist ebenfalls Liebling der Verbraucher, eher noch „Anwalts Liebling“. Hier ist vielleicht der Strafrechtsschutz zur Verteidigung gegen den Vorwurf einer Straftat noch wichtiger als alles andere. Wie „streitsüchtig“ Sie sind, ist eine Frage der Einstellung.

Die Pflegezusatzversicherung dient eher dem Vermögensschutz statt dem Existenzschutz. Schließlich lässt der Staat einem noch genug Geld zum Überleben. Ein verwertbares Vermögen ist jedoch nicht davor geschützt, sofern man zum Unterhalt gegenüber Angehörigen verplichtet ist.

Die Zahnzusatzversicherung erfreut sich auch großer Beliebtheit. Für das Aussehen will schließlich gesorgt sein. Aber auch hier ist das Kostenrisiko überschaubar und gegebenenfalls selbst zu tragen.

Die Auslandreisekrankenversicherung ist für Reisende sehr zu empfehlen. Schließlich können hier die Kosten in astronomische Höhen wachsen. Aber wie schon der Name sagt, es muss eine Auslandsreise vorliegen.

Überflüssige Policen:

Die Glasversicherung, die Reisegepäckversicherung, die Insassenunfallversicherung, die Brillenversicherung, die Reiseversicherung, sie alle sind eher verzichtbar. Aber entscheiden Sie selbst, wie wichtig Ihnen dieser Schutz ist.

Auf besondere Policen für Gewerbetreibende und Freiberufler gehe ich hier der Übersichtlichkeit nicht weiter ein.

Wenn Sie einen Versicherungscheck wünschen, dann vereinbaren Sie doch einen Termin mit mir! →Kontakt.

 

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2 Antworten auf Wer braucht welche Versicherung?

  1. MartinS sagt:

    Zur Zahnzusatzversicherung: „Aber auch hier ist das Kostenrisiko überschaubar und gegebenenfalls selbst zu tragen.“

    Na, ich weiß ja nicht. Zum einen bezahlt die Krankenkasse höchtens 65% der Regelversorgung (Ausnahme: Härtefallregelung), meistens wohl eher 50%. Zum anderen bekommt man für dieses Geld dann nur das „billigste vom billigsten“. Will man mehr als das, wachsen einem die Kosten schnell über den Kopf.

    Also ja, die Versicherung ist kein Muss, aber man sollte sich dann darüber im Klaren sein, dass man eine (meines Erachtens) unterdurchschnitlliche Zahnversorgung erhält oder eben viel zuzahlen muss.

    Dies muss natürlich je nach Alter und Gebisszustand individuell abgewogen werden.

  2. Pingback: Reiseversicherung für den Auslandsurlaub

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